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Der immense Wert der Natur wird oft verkannt!

Manchen erscheint Naturschutz mehr als lästiges Übel und Kostenfaktor denn als Selbstverständlichkeit. Aber wenn wir uns entspannen und abschalten wollen, laufen wir lieber durch lauschige Wälder und durch ruhige Wiesen und Felder als durch staubige, verlärmte Straßenschluchten. Im Urlaub steuern wir genau die Regionen an, in denen die Natur erkennbar noch besonders reichhaltig und vielfältig ist und die Beeinträchtigung durch den Menschen nur gering.

Bundesamt für Naturschutz
Naturschutz in Baden Württemberg
Tier und Natur 

Mit Nisthilfen wie diesem für den Steinkauz wird bedrohten Arten geholfen
Landschaftserhalt ist nur durch Landschaftsnutzung wie hier durch Schafe möglich. Sie muss uns etwas wert sein.

Natur und Landschaft in Ehningen

Ehningen liegt im Naturraum oberes Gäu im Herzen der süddeutschen Schichtstufenlandschaft. Diesen Schichtstufen liegt die unterschiedliche Härte der im Erdmittelalter abgelagerten Gesteinsschichten zu Grunde. Immer da, wo es steil bergauf geht, steht an der Oberkante hartes Gestein an, da wo es flach ist, sind die Bodenschichten weich und leicht erodierbar. Von Aidlingen nach Holzgerlingen bewegen wir uns im Würmtal zuerst durch Muschelkalk, der im Steinbruch Baresel ja auch abgebaut wird. Die steilen Stufen im unteren Würmtal werden durch das harte Gestein hervorgerufen.

Sind wir im Ort angelangt, fahren wir dann durch das breite Tal des Letten- und Gipskeupers, schwere, aber fruchtbare Gesteine, auf denen Ackerbau und Wiesenwirtschaft betrieben wird. Darauf folgt nach der Herdstelle eine Stufe im Schilfsandstein, der früher im Bau weite Verbreitung fand. Die Herrenberger Stiftskirche ist aus diesem Material erbaut worden. Blicken wir zur "Hauptstadt des Gäus", können wir auch die Stufe besonders gut sehen. Nach den Bunten Mergeln thront schließlich im Stelzenhau und der Ketterlenshalde der Stubensandstein oben auf. Wegen des schlechten Bodens ist er bewaldet. Weiter in Mauren sehen wir schon die nächste Stufe vor uns: den steilen Hang nach Altdorf und Holzgerlingen bildet der schwarze Jura über dem Knollenmergel. Letzteren erkennt man leicht an den charakteristischen schiefen Streuobst-Bäumen, die durch Hangrutschungen verursacht werden.  

Ein uraltes Zeugnis der Ehninger Geschichte ist die Wallfahrtskirche in Mauren.
Der Würmtalradweg als Teil des Museeumsradwegs von Nürtingen nach Weil der Stadt bietet Erholung auf die sanfte Tour

Natur ist in Ehningen, zumindest in weitgehend unbeeinflusster Form, nicht mehr allzu viel zu finden. Am verbreitetsten noch in den großen Waldgebieten des Stelzenhau und der Ketterlenshalde sowie in den Streuobstgebieten im Eschbach und Aidlinger Wald, in der Krebsbachaue und auf Sonderstandorten an der Aidlinger Halde, am Wengertsberg und anderen kleinen Bereichen. Die Siedlungsfläche beträgt schon über 20% der Gemarkung, die Ackerflächen werden meist konventionell-intensiv bewirtschaftet.

Die westliche Umgebung von Ehningen liegt im Heckengäu, das als "Plenum"-Gebiet ausgewiesen ist. Interessantes dazu gibt's im Plenum-Naturführer.

Viele halbnatürliche Lebensräume können nur erhalten werden, wenn die Nutzungsbedingungen, unter denen sie entstanden sind, beibehalten oder nachgeahmt werden.

Streuobstwiesen sind ein klassisches Beispiel. Die Vermarktungsinitiative des Landkreises gibt hierzu einen Anreiz. Ehningen ist Mitglied im "Schwäbischen Streuobstparadies"