Was der Storch braucht – Renaturierung am Kayerbach
Die vergangenen trockenen Wochen waren wie geschaffen für ein paar Maßnahmen im Bereich der Gewässerläufe. Genauer gesagt wurde an einem Teilstück des Kayerbachs, zwischen Eisenbahnlinie und K1077 die enge, tief eingeschnittene Rinne des Grenzgrabens zwischen Ehningen und Gärtringen in eine Natur verträglichere Form gebracht. Die Gemeinde hatte dazu im Vorfeld das angrenzende Flurstück erworben. Vor allem durch die Bebauung auf Gärtringer Markung passen die Ablaufstöße bei weitem nicht mehr in das vorgegebene Bachbett.

In Zusammenarbeit mit der in Ehningen für Grabenpflege bestens eingeführten Firma Mulag, Wolfach, konnte schnell, Gelände schonend und äußerst kostengünstig eine wesentliche Verbesserung des Ablaufregimes erzielt werden. Dazu beigetragen hat wie schon gewohnt bei Projekten dieser Art die Kooperationsbereitschaft Ehninger Landwirte, die die Nutzung des hochwertigen Bodenmaterials auf nahe liegenden Ackerflächen ermöglichte. Gleichzeitig konnte so die Böschung eines vom Abbrechen gefährdeten Weges stabilisiert werden.
Noch sind Nachfolge-, und Bepflanzungsarbeiten zu leisten, damit aus simplen Erdarbeiten ein hochwertiger Biotop werden kann. Diese werden im Laufe des kommenden Jahres und eher beiläufig ausgeführt. Fließgewässer sind natürlicherweise sehr dynamische Lebensräume, die sich selbst gestalten, wenn man ihnen Platz lässt.

Pünktlich vor den Arbeiten stellten sich zur Ortsbesichtigung zwei Jungstörche ein, um noch einmal mit Nachdruck auf ihr Anliegen hinzuweisen: Für den weiten Flug nach Afrika bzw. nach dem weiten Flug zurück muss hier und da mal eine Rast eingelegt werden mit Verpflegungsstation in Form von Mäusen, Fröschen, Insekten u. dgl. Hoffen wir, dass sich die Maßnahme zur Zufriedenheit aller menschlichen und tierischen Nutzer entwickeln wird
Umweltberatung
